Home | Wissen | Natur | Appenzeller Kantone untersuchen Fliessgewässer

Appenzeller Kantone untersuchen Fliessgewässer

Schriftgrösse: Decrease font Enlarge font
image

Im Fünfjahres-Rhythmus untersuchen die beiden Appenzeller Kantone ihre Fliessgewässer. Mit regelmässigen Untersuchungen sollen Veränderungen im und am Bach frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen. Kontrolliert werden biologische, chemische und physikalische Parameter sowie das allgemeine Erscheinungsbild der Fliessgewässer. Die Untersuchungen starten im April und dauern bis in den Herbst hinein.

Um die Qualität der Fliessgewässer weiterhin zu verbessern und allfälligen Handlungsbedarf aufzuzeigen, werden die Bäche der Einzugsgebiete Sitter, Urnäsch, Glatt, Goldach und des Rheintaler Binnenkanals dieses Jahr erneut untersucht. Es werden Erhebungen der Abflussverhältnisse, des äusseren Erscheinungsbildes, der Gewässerbiologie, der chemisch-physikalischen Parameter, sowie der Nährstoffe durchgeführt und ausgewertet. Die Untersuchungen beginnen im April und dauern bis in den Herbst hinein.

Parallel dazu werden in der ersten Septemberhälfte die Fischbestände in der Glatt, der Urnäsch, im Rotbach und im Klusbach an mehreren Stellen erhoben. Dabei wird überprüft, ob die ökologischen Ziele an Fliessgewässer gemäss Gewässerschutzverordnung eingehalten werden und ob Verbesserungen festzustellen sind. Ebenfalls wird betrachtet, ob sich der Fischbestand nach mehreren Hochwassern in den letzen Jahren erholt hat, und ob eine natürliche Reproduktion im Gewässer stattfindet. Appenzell Innerrhoden ist von den fischereilichen Untersuchungen ausgenommen; sie verfügen über ein eigenes Fischmonitoring. Die Innerrhoder Fischereiverwaltung kontrolliert zusammen mit dem Fischereiverein Innerrhoden jährlich mehrere vorgegebene Fischstrecken auf die vorhandenen Bachforellenbestände.

Untersuchung letztmals 2008
Die Appenzeller Fliessgewässer wurden im Jahre 2008 zum vierten Mal umfassend untersucht. Erstmals wurde an mehreren repräsentativen Stellen auch die Fischpopulation erhoben. Gesamthaft zeigten die Resultate 2008 ein durchzogenes Bild: Der Gewässerzustand hatte sich gegenüber den Untersuchungen 1993, 1998 und 2003 zwar leicht verbessert, dennoch lassen die Wasserqualität und äussere Aspekte des Gewässers (Schaum, Schlamm usw.) teilweise zu wünschen übrig. Die Aufnahme der Fischbestände zeigte in den Teststrecken gesamthaft ein eher unbefriedigendes Bild.

Voralpinen Bächen Sorge tragen
Das Appenzellerland ist reich an kleineren und grösseren Bächen, welche im Quellgebiet und im Unterlauf in den tiefen Geländeeinschnitten vielfach ungestörte, natürliche Gewässerräume aufweisen. Im Siedlungs- und Landwirtschaftsgebiet sind die Gewässer stellenweise in enge Kanäle zurückgedrängt oder eingedolt. Die intensive Nutzung der landwirtschaftlichen Böden, die Einleitung von gereinigtem Abwasser sowie Platz- und Strassenabwasser, aber auch die abschnittweise Wasserkraftnutzung stellen höchste Ansprüche an die Selbstreinigung und Regeneration der Gewässer. So gilt es, besonders den vielen Quellbächen und Oberläufen dieser voralpinen Gewässer, Sorge zu tragen

hinzufügen zu: Add to your del.icio.us del.icio.us | Digg this story Digg
Tags
Keine Tags für den Artikel vorhanden
Umfrage: Friedensnobelpreis für Trump
Donald Trump ist der erste Präsident seit 4 Jahrzehnten, der keinen neuen Krieg begonnen hat. Jetzt wurde er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Hat er ihn verdient?