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Heimat in Not: Bundesamt für Umweltschutz bestärkt ECOPOP - Inititianten

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Laut einer veröffentlichten SRG-Studie wollen nur 35 Prozent der massiven Zuwanderungsbeschränkung zustimmen, 58 Prozent lehnen sie ab. Nur 7 Prozent sind noch unentschlossen. Eine Untersuchung des Bundesamtes für Umweltschütz stärkt jedoch die Argumente der Initianten der ECOPOP Initative. Um unsere Heimat sieht es bei weiterer ungebremster Zuwanderung sehr, sehr schlecht aus.

Die Landschaft der Schweiz steht unter Druck. Auslöser dafür sind das Bevölkerungswachstum, steigender Wohnflächenbedarf, zunehmender Verkehr und die teilweise ungeordnete Siedlungsentwicklung.

Zwischen 1983 und 2007 ist der Anteil von Siedlungen von knapp 6 auf fast 8% der Gesamtfläche der Schweiz angestiegen. Die Zersiedelung hat zwischen 1980 und 2002 um rund 15% zugenommen. Die Bodenversiegelung ist um fast 30% gestiegen. Seit 1996 existiert im Mittelland kein Quadratkilometer Landschaft mehr mit absoluter Dunkelheit während der Nacht. Dies sind Ergebnisse aus dem ersten Landschaftszustandsberichts des Bundesamts für Umwelt (BAFU).

Im Rahmen der nationalen Umweltbeobachtung Schweiz will das Bundesamt für Umweltschutz mit dem Projekt "Landschaftsbeobachtung Schweiz" (LABES) aufzeigen, wie sich die Landschaft verändert, wo negative Trends weiter gehen und wo Gegenmassnahmen erfolgreich sind. Für die erste Hälfte der Landschaftsindikatoren liegen die Ergebnisse vor. Die wichtigsten Resultate lauten:

  • Die Landschaftszersiedelung hat zwischen 1980 und 2002 um fast 15% zugenommen. Zwischen 1983 und 2007 ist der Anteil der Siedlungen von knapp 6 auf fast 8 % der Gesamtfläche der Schweiz angestiegen. Die Zersiedelung ist in den Landschaftsschutzgebieten wesentlich kleiner als ausserhalb dieser Gebiete.
  • Im Mittelland sind die unzerschnittenen Flächen von 1980 bis 2002 um 50 % kleiner geworden. In Landschaftsschutzgebieten ist die Zerschneidung insgesamt weniger stark.
  • Der Versiegelungsgrad der Böden hat zwischen 1983 und 2007 von 4.7 auf 6 % zugenommen. In den Landschaftsschutzgebieten sind insgesamt weniger Flächen versiegelt.
  • Der Flächenanteil mit Nachtdunkelheit nahm zwischen 1992 und 2003 von 28% auf rund18% ab. Im Mittelland existiert seit 1996 kein Quadratkilometer mehr mit absoluter Dunkelheit während der Nacht.

Die Indikatoren zeigen, dass in den letzten Jahrzehnten die landschaftlichen Qualitäten stetig abgenommen haben. Dies hat Auswirkungen auf die Lebensqualität, die Biodiversität und den Tourismus.

Gewisse Indikatoren zeigen aber auch Verbesserungen bei einzelnen Landschaftsaspekten:

  • 78% der Gewässerufer sind noch natürlich oder wenig beeinträchtigt.
  • Zwischen 1989 und 2003 wurden jährlich 150 km eingedolte Gewässerläufe freigelegt. Gleichzeitig wurden aber 120 km pro Jahr neu eingedolt.
  • Die extensiv genutzten, vom Menschen nur wenig beeinflussten Waldflächen haben in der Schweiz fast überall zugenommen, was eine reichhaltige und spezialisierte Artenvielfalt fördert.

Die Resultate wurden, wo möglich, gesamtschweizerisch und bezogen auf die Regionen Jura, Mittelland, Alpennordflanke, Zentralalpen und Alpensüdflanke sowie die nationalen Landschaftsschutzgebiete ausgewertet. Die Auswertungsräume sind aufgrund der zur Verfügung stehenden Datengrundlagen teilweise unterschiedlich.

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