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Wo geholzt wird, droht Gefahr!

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In den letzten Wochen hat in den Schweizer Wäldern die Holzerei-Saison begonnen. Die Arbeiten haben da und dort Sperrungen von Waldwegen zur Folge, welche unbedingt zu respektieren sind. Von der Holzernte profitiert die Bevölkerung in vielfältiger Weise.

Die Holzerei-Arbeiten im Wald bringen etliche Gefahren mit sich. Während die Forstprofis wissen, wie sie damit umgehen müssen, fehlt den Waldbesucherinnen und -besuchern zuweilen das Verständnis für die gefährlichen Situationen. Deshalb erinnert Waldwirtschaft Schweiz, der Verband der Waldeigentümer, an die geltenden Verhaltensregeln.

Im Wald angebrachte Warnschilder und Verbotstafeln sind unbedingt zu befolgen. Am Weg platzierte Warndreiecke weisen die Besuchenden auf ein mögliches Gefahrenpotenzial hin, wie zum Beispiel den Verkehr von Forstmaschinen; hier ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Verbotstafeln und Absperrungen sind dagegen strikte Durchgangsverbote. Im Klartext: betreten, spazieren, joggen, biken, reiten usw. sind hier streng untersagt, weil unter Umständen lebensgefährlich! Eine Absperrung dient stets der Sicherheit der Waldbesucher – aber auch jener der Waldarbeiter, welche sich auf die Holzerei-Arbeiten konzentrieren müssen.

Solche Durchgangsverbote sind immer zu befolgen, auch nach Feierabend oder am Wochenende – im eigenen Interesse! Denn die Gefahr geht nicht nur von fallenden Bäumen, sondern beispielsweise auch von hängenden Ästen oder liegenden Baumstämmen aus. Die Waldeigentümer und Forstbetriebe sind auf das Verständnis und den Respekt der Waldbesuchenden angewiesen, im stadtnahen Wald genauso wie im Gebirge.
 
Holzernte erhält den Wald fit

Auch in Naherholungsgebieten müssen von Zeit zu Zeit Holzschläge durchgeführt werden. Nebst der Ernte des nachhaltigen Rohstoffes Holz, bringt die Holzerei mehr Licht auf den Waldboden und sie schafft Platz für die wichtige Verjüngung unserer Wälder. Nur so bleibt der Wald jederzeit stabil und sicher. Regelmässig gepflegte Wälder können ihre vielfältigen Funktionen als Erholungsraum, Trinkwasserreservoire, CO2-Speicher und Sauerstoff-lieferanten optimal erfüllen. In der Schweiz gelten übrigens die strengen Regeln des naturnahen Waldbaus und insgesamt wird nie mehr Holz geschlagen als nachwächst. Jeder Holzschlag muss vorgängig vom Kanton bewilligt werden. Zudem kümmern sich bestens ausgebildete Fachleute um die nachhaltige Nutzung und Pflege des Waldes.
 
Die Arbeit der Forstwarte ist bekanntlich sehr anspruchsvoll und birgt leider nach wie vor hohe Sicherheitsrisiken. Trotz guter Ausbildung können Fehler und Unvorhergesehenes geschehen. Führt dies zu Unfällen, sind sie oft fatal. Um Forstarbeiter zu schützen, wird die Holzhauerei nur noch wo nötig in Handarbeit mit der Motorsäge ausgeführt. Wenn immer möglich und ökologisch vertretbar, werden stattdessen hochmechanisierte Forstmaschinen, wie der «Vollernter» oder «Forwarder» eingesetzt. Diese ermöglichen ein sicheres, präzises und schonendes Arbeiten im Wald.
 
Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Bau-, Werk- und Brennstoff, weshalb seine Nutzung und Förderung äusserst sinnvoll und nachhaltig ist. Zudem ist Holz aus Schweizer Wäldern bei regionaler Verarbeitung und Verwendung klimaschonend, da es wenig graue Energie beinhaltet und so den CO2-Ausstoss auf ein Minimum reduziert.
 
In diesem Gesamtkontext rund um Wald und Holz, sollte die Akzeptanz der Bevölkerung für die Holzerei hoch sein. Die Waldeigentümer bitten deshalb um Verständnis und Rücksichtnahme, da wo zurzeit gearbeitet wird.
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