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Konflikt zwischen Holzernte und Waldbodenschutz (fast) lösbar

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Wie schwere Forstmaschinen und der Schutz des sensiblen Waldbodens zusammengehen, haben am heutigen Montag Fachleute aus der Praxis und des Kantons Baselland in Therwil demonstriert und diskutiert. Regierungsrat Thomas Weber weist im internationalen Jahr des Bodens auf die Wichtigkeit dieser lebenswichtigen Ressource hin und erläutert Strategien des Kantons zum Bodenschutz.

Im Winter, wenn Bäume und Vegetation ruhen, ist die Zeit der Holzernte. Nur in dieser Jahreszeit werden bei den Fällarbeiten die verbleibenden Bäume und die Pflanzenwelt geschont. Dabei unterstützen Forstmaschinen die Forstleute bei ihrer Arbeit im Wald. Ohne diese Hilfe wäre eine effiziente und möglichst sichere Bewirtschaftung der Wälder unmöglich. Doch der Waldboden reagiert sensibel auf Druck. Durch den unsachgemässen Einsatz von Forstmaschinen kann der Waldboden langfristig verdichtet und gestört werden. Die Forstbetriebe sehen sich deshalb im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit der Holzernte und Waldbodenschutz.

Fachleute im Gespräch
Am Beispiel eines Holzschlages im Hinterberg-Wald in Therwil zeigten Fachleute in einem Gespräch auf, welche Herausforderungen sich bezüglich Holzernte und Waldbodenschutz ergeben – und welche Antworten es darauf gibt. Regierungsrat Thomas Weber, Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion VGD, erläuterte die grosse Bedeutung des Waldbodens für den Kanton. So strebt Webers Handlungsfeld „Landschaft“ innerhalb der VGD einen schonenden und vorbildlichen Umgang mit der knappen und lebenswichtigen Ressource Boden an. Bodenexperte Roland Bono vom Amt für Umwelt und Energie erklärte die wichtigsten Funktionen des Bodens, ging auf die Akteure ein erläuterte was passiert, wenn der Boden beeinträchtigt ist.

Christian Becker, Betriebsleiter des Forstbetriebs Angenstein beschrieb die zunehmenden Schwierigkeiten, Holz in milden, feuchten Wintern zu ernten. Dabei ist nicht das Fällen das Problem, sondern das Transportieren des Stamms mit Fahrzeugen zur Strasse. Was tun, wenn beispielsweise Kunden dringend auf ihr bestelltes Holz warten, aber die Forstmaschine tiefe Spuren in den nassen Boden furchen würde? Weil sich nicht alle Holzarten ohne Qualitätsverlust längere Zeit im Wald lagern lassen, muss die Abfuhr zügig erfolgen. Die Diskussionsrunde leitete Ueli Meier, Kantonsforstingenieur und Vorsteher des Amts für Wald beider Basel AfW, das sich als Ansprechpartner zum Thema Waldbodenschutz versteht.

Vielfältige Bodenschutzmassnahmen

Nicht alle Böden sind gleich empfindlich. Einige Böden sind sehr tragfähig und brauchen keine besonderen Schutzmassnahmen. Andere sind sehr empfindlich. So zeigten die Experten Konzepte zum Minimieren der Schäden durch die Holzernte. Diese fangen mit der Planung der Bewirtschaftung des Waldes an. So verhindert ein System von dauerhaften Rückegassen, auf denen die Stämme zur Strasse transportier werden, ein kreuz und queres Befahren des Waldes. Zudem kommt es auf die Maschinen an: Fahrzeuge mit breiten Pneus und mehr Achsen sind geeigneter, da sie den Druck auf den Boden besser verteilen – zu vergleichen mit Stöckel- und Schneeschuh. Auch die Witterung spielt eine wichtige Rolle, da trockene Böden weniger empfindlich auf Druck reagieren als nasse – eine Erfahrung, die viele vom Gehen über nasse Erde kennen.

Amt für Wald setzt sich für Bodenschutz im Wald ein
Zu den Aufgaben des Amts für Wald gehört die Beratung und Information von Forstbetrieben. Deshalb führt das AfW im Juni einen Kurs zum physikalischen Bodenschutz für alle Revierförster, Betriebsleiter, Forst-Maschinisten und Forstunternehmer im Kanton durch. Zudem beteiligt sich das AfW an einem Projekt, das den Wassergehalt von typischen, beziehungsweise empfindlichen Waldböden in der Waldbodenkarte des Kantons aufzeigt. Dadurch sollen Schäden durch das Befahren von Waldböden zum falschen Zeitpunkt vermindert werden.

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