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Fachkongress Naturgefahren IP2016 eröffnet

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In Luzern ist heute der internationale Fachkongress zu Naturgefahren, die INTERPRAEVENT 2016, eröffnet worden. Über 500 internationale Fachleute diskutieren während vier Tagen die neusten Entwicklungen in Wissenschaft und Praxis. Für die Schweiz sind Naturgefahren und der Schutz davor ein immer wichtigeres Thema, sagte BAFU-Direktor Marc Chardonnens.

Der diesjährige Fachkongress INTERPRAEVENT 2016 steht unter dem Motto „Leben mit Naturrisiken". Die Schweiz hat als Alpenland wegen ihrer Exponiertheit, Siedlungsdichte und Infrastruktur wie zum Beispiel den Bahnlinien vielfältige Herausforderungen im Bereich Naturgefahren. So lebt und arbeitet rund ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung in Gefahrengebieten und benötigt Schutz. Die Schweiz habe speziell nach dem Hochwasser 2005 gute, praktikable Lösungen erarbeitet, sagte Marc Chardonnnens, Direktor des Bundesamtes für Umwelt, BAFU. Der Schutz vor Naturgefahren sei eine Daueraufgabe. Angesichts der Klimaerwärmung und heftigerer Niederschläge und Folgen wie Hochwasser oder Rutschungen werde diese wichtiger und komplexer.

Robert Küng, Regierungsrat des Kantons Luzern und Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, machte auf das Spannungsfeld Natur aufmerksam. Einerseits profiliere sich sein Kanton dank der herrlichen Natur als Tourismusregion. Gleichzeitig fordere diese Natur heraus, mit ihren Gefahren umzugehen.

Naturgefahren kennen keine Grenzen

Am Fachkongress tauschen Fachleute aus aller Welt ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Naturgefahren aus. Diese sind ein grenzüberschreitendes Phänomen. Damit sich Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig entwickeln könnten, sei der

Schutz vor Naturgefahren grundlegend, betonte Margareta Wahlström. Sie war bis 2015 Sonderbeauftragte des UNO-Generalsekretärs für Disaster Risk Reduction DRR. Es sei wichtig, die Risiken zu kennen, sie zu senken und keine neuen entstehen zu lassen. Das 2015 verabschiedete Sendai-Rahmenabkommen der UNO zeige den Weg dahin auf.

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