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Uri: Die biologische Invasion stoppen!

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image Beat Zgraggen ist verantwortlich für die Bekämpfung von gebietsfremden Problempflanzen entlang der Reuss und des Schächenbaches. (Foto: A. Imhof)

Mehrere aus anderen Kontinenten eingeführte Pflanzen- und Tierarten haben sich in den letzten Jahren in der Schweiz unangenehm bemerkbar gemacht. Einige verursachen Gesundheitsprobleme, verdrängen einheimische Arten oder beschädigen Uferböschungen oder Bauwerke. Der Kanton Uri will gegen diese biologische Invasion koordiniert vorgehen.

Beim Riesen-Bärenklau ist alles riesig. Er wird bis 3.5 Meter hoch und seine tief eingeschnittenen Blätter werden normalerweise einen Meter lang. Die Blütendolde hat einen Durchmesser von 50 cm und produziert bis zu 15'000 Samen. Imposant und blütenreich - und deshalb auch beliebt als Zierpflanze und Bienenweide. Aber aufgepasst! Der Saft dieses aus dem Kaukasus eingeführten Riesen-Bärenklaus enthält giftige (phototoxische) Substanzen. Eine Berührung der Pflanze bei gleichzeitiger oder nachfolgender Sonneneinstrahlung führt zu Hautentzündungen mit so starker Blasenbildung, dass Narben zurückbleiben können. Es sind auch weitere Nebenwirkungen wie Schweissausbrüche, Fieber oder Kreislaufstörungen bekannt. Der Riesen-Bärenklau ist im Kanton Uri noch selten anzutreffen. Man findet ihn gelegentlich in Uferbereichen, in Gärten oder im Ödland. Aber er kann sich rasch ausbreiten. Seine Samen werden mit dem Wasser, dem Wind oder durch Tiere weit verstreut und können auch noch nach mehreren Jahren auskeimen. Deshalb muss die Ausbreitung frühzeitig verhindert werden.

Einheimische werden verdrängt

Alle diese eingeschleppten und sich stark ausbreitenden Pflanzen und Tiere haben eines gemeinsam, sie verdängen einheimische Arten. Zu diesen fremden Pflanzenarten gehören beispielsweise der Sommerflieder mit seinen violetten Blütenripsen, der fast überall wachsen kann; die gelb blühende kanadische Goldrute, die man auch bei uns sehr häufig in den Gärten als Zierpflanzen findet oder das ebenfalls violett blühende Drüsige Springkraut, das oft ganze Uferabschnitte monoton überwuchert. "Goldrute und Springkraut sind zu den Sorgenkindern der Naturschutzgebiete im Unteren Reusstal geworden", berichtet Zgraggen, der auch hier im Auftrag des Natur- und Landschaftsschutzes zusammen mit Freiwilligen exotische Problempflanzen bekämpft.

Informationen


Auf der Webseite www.cps-skew.ch der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen finden Sie weitere Informationen zu invasiven, gebietsfremden Problempflanzen. Die Broschüre "Der Richtige Umgang mit exotischen Problempflanzen" enthält ebenfalls wichtige Tipps und Hinweise zu Problempflanzen. Sie wird in alle Urner Haushalte verschickt. Bei weiteren Fragen können Sie sich auch direkt an das Amt für Umweltschutz (041 875 24 30) wenden.

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