Pegel der Jurarandseen und des Zürichsees werden weiterhin tiefer gehalten
Die Pegel der Jurarandseen und des Zürichsees werden weiterhin tiefer gehalten. Dies haben das Bundesamt für Umwelt BAFU und die betroffenen Kantone beschlossen. In Anbetracht der nach wie vor grossen Schneemengen in den Alpen kann ein Frühlingshochwasser weiterhin nicht ausgeschlossen werden. BAFU und Kantone beurteilen die Lage laufend.
Damit ein Frühlingshochwasser entsteht, müssen drei Faktoren zusammentreffen: grosse Schneemengen in den hohen Lagen, eine längere Wärmeperiode mit einem gleichzeitig starken Anstieg der Nullgradgrenze in den Bergen sowie intensive, lang anhaltende Niederschläge. Derzeit liegen in den Alpen noch immer grosse Mengen Schnee, und entsprechend der Jahreszeit steigen die Temperaturen an.
Angesichts dieser Umstände hat das BAFU gemeinsam mit den Kantonen Bern, Zürich, Aargau, St. Gallen, Schwyz, Solothurn, Neuenburg, Waadt und Freiburg beschlossen, die Pegel der Jurarandseen (Neuenburger-, Bieler- und Murtensee) sowie des Zürichsees bis auf Weiteres leicht tiefer zu halten. BAFU und Kantone beurteilen die Lage laufend und entscheiden von Woche zu Woche über das weitere Vorgehen.
Mitte März 2012 haben BAFU und Kantone entschieden, die Pegel der Jurarandseen und des Zürichsees langsamer ansteigen lassen als dies reglementarisch für den Frühling vorgesehen ist. Damit sind grössere Speicherkapazitäten vorhanden, falls die Schneeschmelze von starken Niederschlägen begleitet wird. Diese vorsorgliche Massnahme kommt insbesondere auch dem Hecht zugute, denn sie verhindert plötzliche Pegelschwankungen in der gegenwärtigen Laichzeit.
Nach Einschätzung des BAFU, von MeteoSchweiz und des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) ist aufgrund der meteorologischen Prognosen und der Abflussvorhersagen für die kommenden Tage nicht mit einem Hochwasser auf der Alpennordseite zu rechnen.
Die für das Wochenende angekündigten Niederschläge im Tessin dürften zu vorübergehenden Abflusserhöhungen in den Fliessgewässern sowie zu einem Anstieg der Wasserstände des Lago Maggiore und Luganersees führen.



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