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Schmallenbergvirus auch in der Schweiz

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Bei Kühen auf zwei Betrieben im Kanton Bern, welche fieberhaften Durchfall aufwiesen, wurde das Schmallenbergvirus nachgewiesen. Das bedeutet, dass das Virus auch in der Schweiz vorhanden ist und im nächsten Winter/Frühjahr vermehrt Missgeburten oder Aborte bei Rindern, Schafen und Ziegen auftreten könnten.

Das in Norddeutschland entdeckte Schmallenbergvirus sorgt seit dem Sommer 2011 in ganz Europa für Unruhe. Etliche Länder sind betroffen und die Fälle ziehen sich wie ein breites Band von Südwesten nach Nordosten über den Kontinent. Die Schweiz liegt unmittelbar südlich davon und  es konnte davon ausgegangen werden, dass die Fälle sich nach Süden und Osten ausweiten werden, also auch in die Schweiz.

Das Bundesamt für Veterinärwesen rief bereits im Februar 2012 die Tierhaltenden dazu auf, Aborte und Missbildungen zu melden. Da das Schmallenbergvirus über den Stich von Mücken (Gnitzen) auf Kühe, Schafe und Ziegen übertragen werden kann, wurden die Tierhaltenden kürzlich dazu aufgerufen, während der Mückensaison auf Krankheitszeichen wie Durchfall, Fieber, Appetitlosigkeit und Milchleistungsrückgang gleichzeitig bei mehreren Kühen im Bestand besonders zu achten und auffällige Bestände mit dem Tierarzt abzuklären.

Bis zum 8. Juli 2012 sind beim Institut für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI) Einsendungen von insgesamt 62 Betrieben aus 18 verschiedenen Kantonen eingegangen. Es wurden 65 Tiere diagnostisch abgeklärt: 28 Rinder, 23 Schafe und 14 Ziegen. Jetzt wurde erstmals bei Kühen von zwei Rindviehbetrieben im Kanton Bern das Virus nachgewiesen. Die Tiere wurden gemeldet, weil sie an Durchfall und Fieber erkrankt waren.

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