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Tiere sind keine Reisesouvenirs

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Sommerzeit ist Ferienzeit: In der Ferne schliesst manch einer Freundschaft mit einem streunenden Hund oder einer kleinen Katze. Oft entsteht daraus das Bedürfnis, den neuen "Kameraden" mit in die Schweiz zu nehmen. Der Veterinärdienst warnt vor diesem Unterfangen: Bei der Einreise in die Schweiz kann es aufgrund der Vorgaben zur Verhinderung von Tierseuchen mit vielen Umtrieben und grossen finanziellen Konsequenzen für den neuen Besitzer kommen.

Sowohl in Bezug auf die Tierhaltung als auch mit Blick auf das Vorkommen von Tierseuchen herrschen in vielen ausländischen Feriendestinationen andere Verhältnisse als in der Schweiz. So sind halb verwilderte Hunde und Katzen keine Seltenheit und wecken oft das Mitleid der Reisenden. Daraus resultiert das Bedürfnis, ein solches Tier mit nach Hause zu nehmen. Doch die Einreisebestimmungen in die Schweiz sind streng und führen unter Umständen dazu, dass das einreisende Tier auf Kosten des Besitzers für drei Monate in strenger Quarantäne gehalten oder gar eingeschläfert werden muss.

Gesundheitszeugnis nötig für Einfuhr in die Schweiz
"Solch drastische Massnahmen sind nötig, um die in unserem Land günstige Seuchenlage weiterhin zu gewährleisten", sagt Kantonstierärztin Erika Wunderlin. "Die Schweiz hat beispielsweise grosse Anstrengungen unternommen, um die Tollwut auszurotten. Nun gilt es zu vermeiden, dass die gefährliche Krankheit, welche in vielen Ländern nach wie vor vorkommt, wieder über Ferientiere eingeschleppt wird und hier Menschen und andere Tiere gefährdet."

Deshalb rät der Veterinärdienst im Amt für Verbraucherschutz grundsätzlich davon ab, ein streunendes Tier vom Ausland mit nach Hause zu nehmen. Falls man unbedingt im Ausland ein Tier adoptieren will, sollte man sich in einem dortigen Tierheim in Ruhe ein Tier auswählen, um sicher zu sein, dass es sich auch in das persönliche Umfeld in der Schweiz eingliedern kann. Dann sollte man einen Tierarzt aufsuchen, der die notwendigen Behandlungen wie Entwurmungen und Impfungen durchführt und ein Gesundheitszeugnis ausstellt. Tiere aus Tollwutrisikoländern brauchen für die Einfuhr zwingend eine Bewilligung des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), die noch im Ferienland beschafft werden muss.

Vor der Reise Informationen einholen
Welche Bestimmungen für das jeweilige Ferienland gelten, erfährt man am besten von der zuständigen Botschaft oder einer Zollstelle des jeweiligen Landes.

Für die Einfuhr von Heimtieren in die Schweiz hat das BLV alle notwendigen Informationen auf dem Internetportal www.meinheimtier.ch zusammengefasst.

Wer im Übrigen eine Reise mit seinem Tier ins Ausland plant, sollte sich gut informieren, ob das Reiseland ein Tollwutrisikoland ist und welche Impfungen notwendig sind.

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