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Gämse bleiben Sorgenkinder

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Aus den Zahlen zu Abschuss und Fallwild lassen sich Rückschlüsse auf die Grösse der Tierbestände ziehen. Während sich der Rothirsch im Kanton St.Gallen weiter ausbreitet, setzt sich bei der Anzahl Gämsen ein Abwärtstrend fort.

Detaillierte Grundlagen gewährleisten eine nachhaltige Jagd, die den Tierbestand mit den vorhandenen Lebensräumen im Gleichgewicht hält. Diesen Ansatz verfolgt das Amt für Natur, Jagd und Fischerei bei der alljährlichen Jagdplanung für Gämse, Steinbock, Reh und Rothirsch.

Rothirsch und Gämse fordern die Jäger

Im vergangenen Jahr lagen die vorgegebenen Abschusszahlen beim Rothirsch so hoch wie noch nie. Diese konnten jedoch nicht überall erreicht werden, weil die Tiere aufgrund des späten Wintereinbruchs erst nach der Jagd in ihre Wintereinstände zogen. Der Totalabgang lag mit 743 Tieren leicht tiefer als im Vorjahr.

Seit etwa zwei Jahrzehnten sind die geschätzten Bestandeszahlen der Gämsen rückläufig. Dieses Phänomen ist über den ganzen Alpenkamm hinweg zu beobachten. Die Gründe sind vielfältig: Neben Krankheiten und schneereichen Wintern wurde vermutlich der Bestand überschätzt und jagdlich übernutzt. Mit einer angepassten Jagdplanung aufgrund einer möglichst genauen Bestandeserhebung wird den Veränderungen Rechnung getragen. 2014 wurden ebenso wenige Gämsen geschossen wie Anfang der 1960er Jahre.

Krankheiten dezimieren Füchse

In den vergangenen Jahren forderte der Seuchenzug der Wildkrankheit Staupe viele Opfer unter den Füchsen. Weil aktuell die Räude dazu kommt, erholen sich die Fuchsbestände nur langsam, daher wurde rund ein Drittel weniger Füchse geschossen.

Die Abschusszahlen der übrigen Wildarten liegen mehrheitlich im Rahmen der Vorjahre.

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