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Erneut relativ geringe Bienenvölkerverluste

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Bereits zum dritten Mal in Folge lagen die Winterverluste in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein unter 20%.

Mit Spannung werden jedes Jahr die Angaben über die Bienenvölkerverluste vom vergangenen Winter erwartet. Dies vor allem, nachdem im Winter 2011/12 die Imker/-innen massive Verluste zu beklagen hatten. Dass die Verluste von Bienenvölkern nicht nur ein Problem für Imker/-innen darstellt, wird mehr und mehr auch einer breiten Öffentlichkeit bewusst, tragen doch Honig- und Wildbienen ganz entscheidend zur Befruchtung vieler Pflanzen und damit auch zu unserer Ernährung bei.
 
Winterverluste werden seit dem Winter 2007/2008 systematisch mit einer Internetumfrage erhoben. Auch dieses Jahr nahmen über 1000 Imker/-innen der ganzen Schweiz und des Fürstentum Liechtensteins an der Umfrage teil. Die Daten werden jeweils ab dem Monat Mai erhoben, wenn auch die Bienenvölker in höheren Lagen ausgewintert worden sind.
Die durchschnittlichen Völkerverluste lagen im vergangenen Winter bei 16,5% und damit wie in den beiden Vorjahresperioden deutlich unter 20%. Insgesamt 43% aller Imker/-innen hatten überhaupt keine Verluste zu beklagen; bei 66% der an der Umfrage beteiligten betrugen die Verluste maximal 15%. Diesen erfreulichen Werten stehen 9,1% der Imker/-innen gegenüber, welche den Verlust von mindestens 50% ihrer Völker bis hin zu einem Totalverlust zu beklagen haben.
 
Ob gute klimatische Voraussetzungen oder die zunehmend professionelle Behandlung der gefährlichen Varroamilbe durch die Imker/-innen zu dieser Entwicklung beigetragen haben, kann aufgrund der Umfrageresultate nicht beurteilt werden. Noch gibt es sehr viele offene Fragen. Diese Zahlen dürfen auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der zusätzliche Druck auf Honig- und Wildbienen hoch bleibt. Sei es in Form eines wenig attraktiven Futterangebotes in einer intensiv genutzten Landwirtschaft oder dem Einsatz bienengefährlicher Pestizide. Mit dem Anpflanzen insektenfreundlicher Trachtpflanzen und der Vermeidung von Pestiziden können auch Nichtimker/-innen in Privatgärten und öffentlichen Anlagen wesentlich zum Wohl der Bienen und damit auch uns Menschen beitragen.
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