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Tierversuchsstatistik 2014: Höhere Zahl der eingesetzten Tiere

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2014 wurden 606‘505 Tiere für Tierversuche eingesetzt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung von 2,8 %. Über drei Viertel der verwendeten Tiere waren einem Versuchs-Schweregrad von 0 oder 1 ausgesetzt, was für die Tiere keine oder nur eine leichte Belastung bedeutet.

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere gegenüber 2013 um 16‘260 Tiere zugenommen. Diese Zunahme von knapp 3 Prozent ist vor allem auf Studien unter Verwendung einer grossen Zahl von Fischen oder Geflügel (jeweils mehrere tausend Tiere) zurückzuführen, wie beispielsweise einer Verhaltensstudie an Legehennen, um den Einfluss der Haltungsform und Fütterung zu untersuchen. Auch 2014 waren jedoch die meisten der eingesetzten Tiere Nagetiere (78,8%). Bei den weiteren verwendeten Tierarten handelte es sich um Vögel, Heimtiere, Nutztiere, Kaninchen, Amphibien, Primaten und weitere Säugetiere. Die Zahl der neu erteilten Bewilligungen für Tierversuche hat um rund 13% abgenommen.

Die Belastungen für die Versuchstiere sind in 4 Schweregrade - von 0 bis 3 - eingeteilt. Bei Tierversuchen mit Schweregrad 0, beispielsweise bei Fütterungs- oder Haltungsversuchen, werden die Tiere nicht belastet. Umgekehrt sind Tierversuche mit Schweregrad 3 sehr belastend. 2014 waren 77,4% der Tiere einem Schweregrad von 0 oder 1 ausgesetzt und 20.6% einem Schweregrad 2. Einem Schweregrad 3 waren 2% der Tiere unterworfen.

Fast die Hälfte der Labortiere wurde 2014 für die Grundlagenforschung an Hochschulen und Spitälern eingesetzt. Damit hat diese Verwendung von Tieren gegenüber 2013 ganz leicht zugenommen (+ 1,8%). Die Schweizer Industrie ihrerseits hat weniger Tiere eingesetzt (- 3%). Die Zahl der eingesetzten genetisch veränderten Mäuse hat insgesamt um 5,7% zugenommen. Für Versuche im Bereich von Kosmetika oder Tabakwaren wurden keine Tiere verwendet.

Die Zahl der zu Versuchszwecken verwendeten Tiere im Bereich der medizinischen Diagnostik hat sich im Vergleich zu 2013 verdreifacht (6‘728 gegenüber 1'784). Grund dafür war ein Versuch mit rund 3'500 Fischen, bei dem der Einfluss des Klimas und der Wasserqualität auf die Gesundheit und die Entwicklung der Forelle untersucht wurde. Damit wurden 2014 zweimal mehr Fische eingesetzt als 2013 (39'876 gegenüber 18'435). Bei den meisten Versuchen mit Fischen handelte es sich um biologische und medizinische Studien im Bereich der Grundlagenforschung.

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