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Gamsblindheit im Liechtenstein

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Im Gebiet um den Rappenstein und Gapfahl wurde bei den Gämsen die Gamsblindheit (Infektiöse Keratokonjunktivitis) festgestellt. In den letzten Wochen wurden mehrere Tiere verendet aufgefunden und andere mussten durch Hegeabschuss von ihrem Leiden erlöst werden. Der Erreger wurde vom Institut für Veterinärbakteriologie der Uni Bern aus den erblindeten Augen einer erlegten Gamsgeiss isoliert.

Die Gamsblindheit ist eine hochansteckende bakterielle Augenkrankheit, die bei den betroffenen Tieren eine Entzündung der Hornhaut und der Bindehaut hervorruft, und oft zur vollständigen Erblindung der Tiere führt. Diese Krankheit, die im ganzen Alpenraum verbreitet ist, wird von erkrankten Schafen und Ziegen auf den Steinbock und das Gamswild übertragen.

Innerhalb der Wildpopulation breitet sich das Krankheitsgeschehen durch direkten Tierkontakt im Rudel und über Fliegen als Vektoren weiter aus. Erkrankte Tiere sind daran zu erkennen, dass sie ins Leere starren oder im Kreis herum laufen und kein Fluchtverhalten zeigen. Weitere Hinweise sind verschmierte oder trübe Augen sowie angeschwollen Augenlider. Die betroffenen Tiere reduzieren ihre Fortbewegung deutlich. Der Zugang zu Nahrung wird immer schwieriger und in gewissen Fällen, z.B. bei Fluchten, stürzen die Tiere im steilen Gelände ab.

Meldung von Beobachtungen
Wer betroffene Tiere oder kreisförmige Spuren im Schnee sichtet, soll diese beim Amt für Umwelt oder beim Jagdaufseher Schurti Gebi melden. Wichtig ist die Tiere nicht zu stören, und sie weiträumig zu umgehen. Viele Tiere erholen sich bei entsprechender Ruhe nach einiger Zeit von der Krankheit.

Das Amt für Umwelt bittet deshalb Skitourengänger und Schneeschuhläufer das Gebiet um den Rappenstein und Gapfahl in den nächsten Wochen zu meiden.

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