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Flussseeschwalben und Lachmöwen haben sich vermehrt

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Eine frisch renovierte Plattform im Kanton St. Gallen bei Wurmsbach in Rapperswil-Jona dient Lachmöwen und Flussseeschwalben als Brutplatz. Dieses Jahr haben hier rund 25 Brutpaare der Flussseeschwalbe und fünf Lachmöwen-Pärchen erfolgreich Junge aufgezogen.

Die Flussseeschwalben, elegante Flieger mit schwarzen Köpfchen, und die zierlichen Lachmöwen haben einiges gemeinsam: beide stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten in der Schweiz, beide gelten als national prioritäre Arten und beide haben den gleichen Konkurrenten – die Mittelmeermöwe. Diese Grossmöwen haben nämlich beim Steg in Rapperswil die grosse Kiesinsel seit einigen Jahren in Beschlag genommen und die beiden kleineren Arten aus ihrem Brutrevier vertrieben. Bereits 1984 hatten lokale Vogelschützer, damals noch gemeinsam mit der Gemeinde Jona, auf dem Zürich-Obersee bei Wurmsbach eine Plattform als Brutplatz eingerichtet, die exklusiv den Flussseeschwalben und Lachmöwen vorbehalten sein sollte. Im Jahr 2000 wurde der Holzbau ein erstes Mal ersetzt und im vergangenen Winter durch eine nachhaltigere Metallkonstruktion ausgetauscht.

Damit sie nicht auch durch die Mittelmeermöwen in Beschlag genommen werden kann, errichteten die Fachleute vor Ort von März bis Mai ein grobmaschiges Netz über der Plattform. Die jahreszeitlich früher brütenden Mittelmeermöwen mussten sich andere Nistplätze suchen. So blieb das Floss frei für die Lachmöwen und Flussseeschwalben, die später im Mai mit dem Brutgeschäft beginnen. In der neuen Kinderstube fühlen sich die Wasservögel wohl. Das beweisen die vielen Nester mit Jungen, die erfolgreich aufgekommen sind. Rund 50 weitere Lachmöwenpaare brüteten auch auf der zweiten Brutplattform und weiteren kleinen Nisthilfen am Strandweg in Rapperswil-Jona.

Finanziert wurde das Artenförderungsprojekt durch das Amt für Natur, Jagd und Fischerei. Die Stadt Rapperswil-Jona hat das Projekt mit Unterstützung lokaler Ornithologen und Fachleute vor Ort umgesetzt.

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