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Dank Eichenförderung lebt jeder fünfte Mittelspecht im Thurgau

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image Der Mittelspecht fühlt sich wohl im Thurgau. Bild: pixelio/Angelika Wolter

Der Thurgau verfügt nur gerade über zwei Prozent der gesamten Waldfläche der Schweiz. Aber dank der gezielten Eichenförderung leben 20 Prozent der gefährdeten Mittelspechte im Thurgau. An der fünften Sommermedienfahrt am Donnerstag (22. Juli) stand der Zusammenhang zwischen Eichenförderung und Mittelspecht im Zentrum.

Im Gegensatz zum bekannten und weit verbreiteten Buntspecht ist der Mittelspecht eine kleinere, unscheinbare Spechtart, die aufgrund ihrer speziellen Anforderungen an den Lebensraum selten geworden ist (Rote Liste: «verletzlich»). Wie Mathis Müller, Biologe der Vogelwarte Sempach, an der Sommermedienfahrt des Forstamtes Thurgau im Romanshorner Wald ausführte, ist der Mittelspecht bei der Nahrungssuche auf alte Eichen angewiesen. Im Gegensatz zu anderen Spechtarten ernährt er sich auch im Winter von tierischer Nahrung. Diese findet er in der groben und schrundigen Borkenrinde alter Eichen.

Von rund 600 Pärchen des Mittelspechts in der gesamten Schweiz leben gemäss Müller 20 Prozent im Thurgau. Davon hätten sich, wie Untersuchungen im Jahr 2005 zeigten, acht bis zehn allein im Romanshorner Wald etabliert. Der Vogelschutz unterstütze die langfristigen Massnahmen zur Vernetzung der Mittelspecht-Population zwischen Romanshorn, entlang des Seerückens bis Diessenhofen und ins Zürcher Weinland. Die Vernetzung sei wichtig, um kleinen Populationen eine Überlebenschance zu geben. Da die Mittelspechte jedes Jahr eine neue Höhle bauten, könnten sie nur eine Brut jährlich aufziehen. Das nasskalte Wetter mit tiefen Temperaturen in diesem Frühjahr hätten einige Bruten nicht überlebt.

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