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Jagdstatistik 2009: Weniger Rothirsche, Rehe und Gämsen erlegt

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image Billd: pixelio/Bolliger Hanspeter

Jägerinnen und Jäger haben 2009 weniger Rothirsche, Rehe und Gämsen erlegt. Der Grund: Insbesondere die Bergkantone hatten nach dem strengen Winter 2008/09 weniger Tiere zum Abschuss freigegeben. Das zeigt die eidgenössische Jagdstatistik 2009. Die Statistik über die Wildtiere der Schweiz ist modernisiert und verbessert worden. Neu sind etwa auch nicht einheimische Säugetiere und Vögel erfasst, die einheimische Arten bedrängen können.

Wie viele Steinböcke gibt es in der Schweiz? Wie viele Wildschweine werden jährlich von Autos getötet? Wie viele Enten werden geschossen? Wie viele Jägerinnen und Jäger gibt es in der Schweiz? Antworten auf solche Fragen liefert die eidgenössische Jagdstatistik. Die Statistik 2009 zeigt, dass die Abschüsse von Rothirschen, Rehen, Gämsen und Wildschweinen im Vergleich zum Vorjahr abgenommen haben: 2009 erlegten die Jägerinnen und Jäger rund 7000 Rothirsche (2008: 9000), 38'000 Rehe (2008: 41'000), 13'000 Gämsen (2008: 14'000) und 4500 Wildschweine (2008: 9000). Der Hauptgrund für diesen Rückgang der Abschüsse sind die Bestandeseinbrüche aufgrund des strengen Winters 2008/09. Dies hat dazu geführt, dass vor allem in den Bergkantonen die Abschussplanung entsprechend angepasst und weniger Tiere zum Abschuss freigegeben wurden.

Jagdstatistik im neuen Kleid

Die eidgenössische Jagdstatistik hat zudem ein neues Gesicht bekommen: Sie ist modernisiert und den heutigen Bedürfnissen angepasst worden. Die Internetseite ist mit ihrem neuen Design benutzerfreundlicher und ermöglicht eine rasche Abfrage der Daten im Bereich Wildtiere. Nebst den Abschusszahlen aller jagdbaren Tierarten können auch Fallwild- und Bestandeszahlen der häufigsten Wildtierarten der Schweiz abgerufen werden. Die Informationen sind für die gesamte Schweiz und für jeden Kanton einzeln, als Datenreihen oder als Vergleich zwischen den Kantonen graphisch dargestellt verfügbar.

Neue Rubriken

Neu wurde die Rubrik ,Neozoen" in die Jagdstatistik eingeführt. Neozoen sind nicht einheimische Säugetiere und Vögel, die in die Schweiz eingeschleppt wurden und sich hier ausbreiten. Sie können die einheimischen Arten be- und gar verdrängen. Ein Beispiel dafür ist die Rostgans, die sich auf Kosten von einheimischen Wasservögeln ausbreitet. Der Bund behält die Bestandesentwicklungen dieser Arten mithilfe der kantonalen Abschuss- und Fallwildzahlen im Auge und kann dadurch rechtzeitig reagieren, wenn sich eine nicht einheimische Art zu stark entwickelt. Die durch die neue Rubrik erweiterte Jagdstatistik dient dabei als Alarmsystem.

Ebenfalls neu in der Jagdstatistik zu finden sind Karten mit Markierungs- und Totfundorten aller markierten Rehkitze der letzten 30 Jahre, sowie die Zusammenstellung der bewilligungspflichtigen Abschüsse bei geschützten Tierarten wie Wolf oder Graureiher.

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