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Kt. Zürich -Eigental: Die Amphibienwanderung geht los

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image Grasfrosch-Paar, Männchen oben, Weibchen unten - Bild: Harald Cigler, Affoltern a.A.

Ab heute, sind im Eigental die Strassenverbindungen Birchwil-Oberembrach und Birchwil-Gerlisberg wiederum während fünf bis sieben Wochen zwischen 18 Uhr und 8 Uhr für den Verkehr gesperrt. In dieser Zeit haben die Kröten und Frösche Vortritt, die zum Eigentalweiher wandern, um dort zu laichen. Auch an einigen anderen Orten im Kanton erfolgen temporäre Strassensperrungen zum Schutz der Amphibienwanderung. An rund 45 weiteren Zugstellen tragen freiwillige Helferinnen und Helfer die Amphibien nachts über die Strassen.

Der Frühling naht und die Temperaturen steigen deutlich an. Das spüren auch die Kröten und Frösche. Es ist deshalb zu erwarten, dass sie in den nächsten Tagen aus ihrem Winterschlaf erwachen und wieder in Scharen auf Hochzeitsreise gehen. Überall dort, wo ihre Wanderrouten Strassen queren, sind Schutzmassnahmen erforderlich, damit die Amphibien nicht Opfer des Verkehrs werden.

Es empfiehlt sich, das Eigental in den kommenden Wochen nachts grossräumig zu umfahren. Die Achsen Oberembrach–Birchwil (Eigentalstrasse) und Gerlisberg–Birchwil sind zwischen 18 Uhr und 8 Uhr für den Verkehr gesperrt. Tagsüber sind die Strassen normal befahrbar. Die Sperrung ist an allen Zufahrtsstrassen ausgeschildert.

Für eine gefahrlose Hochzeitsreise

Tausende von Erdkröten und einige hundert Grasfrösche, die in den umliegenden Wäldern überwintert haben, können dank der Sperrung gefahrlos zum Eigentalweiher gelangen. Dort werden sie sich paaren und für Nachwuchs sorgen. Unmittelbar anschliessend wandern sie zurück in ihre Sommerlebensräume. Das Eigental ist eines der bedeutendsten kantonalen Natur- und Landschaftsschutzgebiete.

Bereits eine Tradition

Die Strassensperrung im Eigental ist in der Bevölkerung breit akzeptiert und erfolgt bereits zum zwölften Mal. Daran beteiligt sind die Anstössergemeinden Kloten, Nürensdorf und Oberembrach und der Naturschutz Bassersdorf Nürensdorf NBN sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer. Die Projektleitung liegt bei der Fachstelle Naturschutz der Baudirektion Kanton Zürich.

Durchgehende Sperre

Auch wenn es in den nächsten Wochen nochmals kalt werden und die Wanderung der Kröten und Frösche zwischenzeitlich zum Erliegen kommen sollte, bleibt die Sperrung bestehen. Denn es ist oft sehr schwierig, mit Sicherheit vorauszusagen, in welchen Nächten keine Amphibien wandern. Die klare Regelung soll überdies verhindern, dass Automobilisten vor der geschlossenen Schranke stehen, weil sie hoffen, die Sperrung sei unterbrochen.

Achtung: Wanderungen im ganzen Kanton

Strassensperrungen zum Schutz von wandernden Amphibien werden auch an den folgenden Stellen im Kanton Zürich durchgeführt:

Strassensperrungen

Gemeinde             Ort
Illnau-Effretikon   Bisikon – Illnau (Örmis)
Küsnacht        Schübelweiher, Rumensee
Marthalen        Oerlingerstrasse
Uster                Nänikerstrasse bei Freudwil; Wildsbergstrasse; Wührestrasse
Urdorf, Uitikon        Urdorferstrasse

An 45 weiteren Zugstellen hat der Unterhaltsdienst der Fachstelle Naturschutz rund 20 Kilometer temporäre Amphibienzäune aufgestellt. Eine grosse Zahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern, meist von lokalen Natur- und Vogelschutzvereinen, tragen hier die Amphibien nachts über die Strasse. Sie sind froh, wenn die Verkehrsteilnehmenden auf sie Rücksicht nehmen. Ohne diese Freiwilligen wäre der Schutz der Amphibienwanderung vor dem Verkehr nicht zu gewährleisten.

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