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Tierversuche nahmen 2010 zu

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Im Jahr 2010 ist die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere gegenüber 2009 um 7,9% auf 761`675 angestiegen (+ 55`571). Die Zunahme ist auf Praxisversuche in der Geflügelproduktion zurückzuführen. Gegenüber 2009 haben die schwerbelastenden Versuche (Schweregrad 3) um 14,1 % abgenommen (Total 15`046 Tiere). Erstmals seit langem wurden 2010 für Tests im Bereich Kosmetika wieder Tiere eingesetzt.

Zwei Fünftel der Versuchstiere wurden in der Industrie eingesetzt (-6%), gut ein Drittel an Hochschulen und Spitälern (+7%) und ein Sechstel in der Nutztierproduktion (Verdoppelung gegenüber 2009). Praxisversuche mit grossen Geflügelherden im Kanton Luzern sind die Ursache für diese grosse Zunahme 2010 (+57`000). Die Schwankungen in den anderen Bereichen sind gering. Mehr Tiere wurden für Grundlagenforschung (+4%) eingesetzt, weniger für  angewandte Forschung (-8%); Hochschulen und Spitäler verwendeten leicht mehr Tiere für Versuche (+7%) , die Industrie dafür weniger (-6%).  Auffällig ist ausserdem eine starke Abnahme der Herkunft der Labortiere aus inländischen Zuchtbetrieben (-86`000; -30%), kompensiert durch Importe (+85`000; +35%).

Bei 74% der eingesetzten Tiere handelte es sich um Labornagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. Vögel, insbesondere Geflügel, wurden in 16% der Fälle eingesetzt und zwar im Rahmen von Fütterungsversuchen, Studien zur tiergerechten Haltung sowie zur intensivierten Produktion. Weiter wurden Fische, verschiedene Haus- und Nutztierarten, Kaninchen, Amphibien, Primaten und weitere Säugetiere verwendet.

Bewilligungen für Tierversuche werden durch die kantonalen Behörden ausgestellt. Im Berichtsjahr waren 3560 kantonale Tierversuchsbewilligungen gültig (+ 7%). Neu erteilt wurden 1197 Bewilligungen (+ 14%), wovon die Hälfte mit Auflagen. 12 Gesuche wurden abgelehnt. Das BVET hat in einem Fall Beschwerde gegen eine kantonale Bewilligung eingereicht.

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